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Deine Hormone und Du – wer bestimmt hier wen!?

Das machen hormonelle Veränderungen mit Dir - und Du mit ihnen.
Pinke und blaue Flüssigkeiten unter dem Reagenzglas

Hormone beeinflussen so gut wie alles in unserem Leben – von unserem Tagesrhythmus bis zu unserer Stimmung und Ausstrahlung. In der Mitte unseres Lebens durchleben wir hormonelle Veränderungen, die es in sich haben. Hier sind einige Hintergründe zu Meno- und Andropause, was die Veränderungen mit sich bringen – und Tipps, wie Du die Umstellung meisterst.

Der Hintergrund: Hormone rhythmisieren unser Leben

Als Botenstoffe, die unserem Organismus anzeigen, was gerade auf der Tagesordnung steht, geben Hormone unserem Leben Rhythmus. Sie zeigen im Laufe des Tages an, wann wir schlafen und essen müssen, bestimmen den weiblichen Zyklus und sorgen im Laufe eines Jahres für unterschiedliche Stimmungen. So richtig bemerkbar machen sie sich aber dann, wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten – und dadurch, zuerst in der Pubertät und dann noch mal ab Mitte 40, einen neuen Lebensabschnitt einläuten. Um diese zweite große Hormonumstellung soll es hier gehen.

Für Frauen geht die Hormonumstellung vor und während der Menopause im Eilzugstempo vor sich, was einen ziemlichen Ausnahmezustand für den Organismus nach sich zieht. Dass der Körper innerhalb von wenigen Jahren sehr viel weniger Geschlechtshormone produziert (neben Östrogen, Progesteron geht übrigens auch bei Frauen das Testosteron zurück), führt zu den typischen lästigen Symptomen der Wechseljahre. Dazu kommt die emotionale Herausforderung, mit der schnellen Veränderung gelassen umzugehen – zugespitzt durch den gesellschaftlichen Druck idealisierter Körper- und Rollenbilder.

Eine illustrierte Mohnblume mit Insekten
Veränderungen müssen kein Verlust sein! Begreif sie als Metamorphose, bei der Du etwas dazu gewinnst.

Gar nicht so einfach, diese Zeit nicht nur als Verlusterfahrung zu erleben! Dabei gewinnst Du auch: Zeit, wenn die Kinder selbständiger werden. Gelassenheit, weil Du bereits einiges an Krisen und Sich-selbst-beweisen-müssen hinter Dich gebracht hast. Neue Rollen in der Familie oder im Freundeskreis, als Mentorin und lebenserfahrene Freundin. Möglicherweise geht es zum ersten Mal seit Langem wieder hauptsächlich um Dich – genieß es! Du hast jetzt die Ressourcen, wieder intensiv darauf zu schauen, dass es Dir gut geht – und vielleicht richtest Du ja sogar Deinen Fokus im Leben noch mal ganz neu aus.

Im sanfteren Maßstab betreffen hormonelle Veränderungen auch Männer – man spricht mittlerweile sogar von einer „Andropause“, die Männer durchlaufen. Auch Testosteron wird mit den Jahren immer weniger produziert, der Rückgang ist bei Männern aber schleichender und regelmäßiger. Ganz so turbulent geht es also nicht zu, aber Abgeschlagenheit, schnellere Gewichtszunahme und weniger Libido können dem Testosteronrückgang geschuldet sein. Die „Midlife Crisis“, die man traditionell eher Männern zuschreibt, ist also auch bis zu einem gewissen Grad hormonell bedingt.


Für alle Geschlechter gibt es noch den wenig beachteten Aspekt, dass nicht nur weniger Geschlechtshormone produziert werden, sondern sich auch der Spiegel anderer Hormone wie Melatonin oder Adrenalin im Alter ändert. Das hat eine Vielzahl von Auswirkungen auf die uns prägenden Rhythmen, die ebenfalls belastend sein können – zum Beispiel, dass wir weniger gut schlafen.

Tipp 1: Hormontherapie: ja oder nein?!

Lohnt es, der Hormonumstellung damit zu begegnen, dass man sich das geringer werdende Östrogen, Progesteron oder Testosteron einfach künstlich zuführt? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Ein bisschen Vorsicht ist bei Therapien mit naturidentischen Hormonen sicher geboten, verteufeln sollte man sie aber auch nicht.

Wenn die Symptome Deiner Wechseljahre besonders stark körperlich ausgeprägt sind, Du also vor allem unter Hitzewallungen, Blasenentzündungen, Gelenkschmerzen etc. leidest, kann eine Hormontherapie während der besonders heftigen Zeiten Abhilfe leisten. Wenn Du vor allem von Deinen Emotionen überwältigt bist, nimm Dir lieber Zeit für Achtsamkeitstrainings, Meditation, Rituale und alles, was Dir guttut. Im Zweifel bringt eine Hormontherapie Dein System nur noch mehr durcheinander – und aufhalten lässt sich die Menopause damit schon gar nicht.

Das gilt im Übrigen für Männer wie für Frauen. Die Zufuhr von Testosteron und Wachstumshormonen wird unter Männern immer beliebter, um den emotionalen und körperlichen Zeichen des Älterwerdens zu begegnen. Behalte dringend eine gesunde Skepsis und stell Dir immer wieder die Frage, ob Du mit der Hormonzufuhr tatsächlich Ursachenbekämpfung betreibst, oder damit nur andere Bedürfnisse in den Hintergrund drängst. Da der Rückgang so schleichend passiert, ist ein sinkender Testosteronspiegel nur selten DER ausschlaggebende Faktor für die oft psychischen Beschwerden – Stressreduktion und Lebenswandel sind meist zielführendere Methoden. Führe Tagebuch: Geht es Dir mit den Hormonen wirklich besser? Wenn nicht, kannst Du Dir das Geld und System-Durcheinander-Bringen auch sparen.

Tipp 2: Die Hormonregulierung natürlich unterstützen

Um ganz abgesehen vom Östrogen-, Progesteron- oder Testosteronrückgang den Hormonhaushalt insgesamt im Gleichgewicht zu halten, muss man nicht den direkten Weg der Hormontherapie gehen, sondern kann auch mit anderen Substanzen unterstützen. Vitamin B6 sorgt unmittelbar für eine Balancierung des Hormonhaushalts und Zink reguliert speziell den Testosteronspiegel. Flavonoide, die als Farbstoffe in diversen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, gehören zu den Phytoöstrogenen, das sind hormonähnliche Bestandteile diverser Pflanzen. Besonders reich an diesen sekundären Pflanzenstoffen ist das Bienenharz Propolis, da Bienen dafür die Pollen aller möglicher verschiedener Pflanzen bündeln. Alles drin in PRO-AGE :) !
Health Claims: Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei.
Mariendistel enthält Flavonoide

Tipp 3: Selbstfürsorge ist das Gebot der Stunde!

Weil die Jahre zwischen Mitte 40 und Mitte 50 so sehr vom Wandel geprägt sind, müsste man sich eigentlich besonders intensiv um sich selbst sorgen und einen achtsamen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen lernen. Für viele ist gerade in diesen Jahren aber besonders viel los – womöglich bist Du im Job gerade in einer besonders verantwortungsvollen Position gelandet, zu Hause clasht das eigene hormonelle Durcheinander auf das von einem pubertären Satansbraten, gleichzeitig werden Deine Eltern immer zuwendungsbedürftiger, und am besten hast Du Dich auch noch finanziell in irgendein Großprojekt gestürzt. Uff!

Mach Dir bewusst, welchen Mehrfachbelastungen Du gerade ausgesetzt bist und sei gnädig mit Dir selbst – wenn Du gerade keinen Nerv für all diese Dinge gleichzeitig hast, ist das absolut ok. Gib Deinen eigenen körperlichen und seelischen Bedürfnissen unbedingt den Raum, den sie brauchen! Die Energie, kraftvoll, gelassen und souverän mit Deinen Aufgaben umzugehen, brauchst Du gerade jetzt mehr denn je.

Tipp 4: Verändere Dich, anstatt Dich verändern zu lassen

Und wenn die Energie reicht: Versuch, „vor“ die Veränderungen zu kommen – also Dich nicht von den Veränderungen kontrollieren zu lassen, sondern die Veränderung selbst in die Hand zu nehmen. Das heißt: Dich von Lastern verabschieden, regelmäßigen Sport in Deinen Alltag integrieren, besonders auf gesunde Ernährung achten. Je früher, desto besser! Vielen Stoffwechselveränderungen begegnest Du so schon, bevor sie Dich überhaupt heimsuchen.

Und zu guter Letzt: Eine Gruppe von Hormonen hängt nicht erst jetzt, sondern schon immer vor allem von Umständen und Reizen ab: und zwar die Glückshormone Serotonin, Oxytocin, Endorphine usw.! Die entspannen, reduzieren Stress und fördern die Selbstheilungskräfte – alles Aspekte, die uns ein langes und fittes Leben garantieren. Ausgeschüttet werden sie unter anderem beim Küssen, Kuscheln und Sex – viel Spaß beim Jungbleiben ;)!

Bilder: Joel Filipe via Unsplash (Titel), Johanna Helena Graff via Metropolitan Museum of Art Open Access (Mohn, Raupe, Schmetterling), INJU (Mariendistel)